Toiletten in den Enzgärten und was sich seit dem Projekt Kinder-Enzkreisführer noch getan hat

Nahezu 700 Kinder zogen im vergangenen Sommer durch den Enzkreis und zeigten, was ihnen in ihren Heimatgemeinden besonders gut gefällt und wo sie sich Verbesserungen wünschen. Die Ergebnisse flossen in den Kinder-Enzkreisführer, der vom Jugendring Enzkreis e.V. in Form eines Schubers mit 22 Heften und einer Karte realisiert wurde. Grundsätzlich fühlen sich die Kinder im Enzkreis sehr wohl. Sie schätzen die Nähe zur Natur und die dörfliche Gemeinschaft in den Gemeinden. Verbesserungsvorschläge gab es punktuell in Bezug auf fehlenden Schatten auf einzelnen Spielplätzen, zu wenig Mülleimer oder fehlende öffentliche Toiletten.

Wachsende Spielfreude in Mühlacker und Wimsheim

Zumindest beim Spielplatz in den Enzgärten Mühlacker konnte hier Abhilfe geschaffen werden. So steht den Besuchern des ehemaligen Gartenschaugeländes und des Spielplatzes an der Enz seit dieser Saison übergangsweise ein öffentliches Toilettenhäuschen zur Verfügung. Das freut auch die Georgs-Pfadfinder DPSG aus Mühlacker, die sich das bereits im Kinder-Enzkreisführer gewünscht hatten.

In Wimsheim gibt es seit Kurzem eine ganz neue Spielplatz-Konzeption, die statt der ursprünglich acht kleinen Spielplätze zwei deutlich größere vorsieht, die einiges mehr an Spiel-Abenteuer versprechen.

Spielplatz-Cafés in Keltern

In Keltern organisiert der Verein „Eltern für Keltern“ auf den Spielplätzen der Ortsteile regelmäßig sogenannte Spielplatz-Cafés mit selbstgebackenem Kuchen und Obst. Hier können Interessierte den „Kinder-Enzkreisführer“ auch direkt bekommen. Ansonsten ist er nach wie vor an den Verkaufsstellen erhältlich (Landratsamt Enzkreis, Rathaus Engelsbrand-Grunbach, Rathaus Maulbronn, Rathaus Mühlacker, Bürgerbüro Neulingen, Kulturhalle Remchingen) oder hier online zu bestellen. Schließlich starten nun die Sommerferien – ein guter Anlass, auch im Enzkreis etwas zu unternehmen – am besten mit den Impulsen aus dem Kinder-Enzkreisführer!

Für die Jugendarbeit im Enzkreis

Gleich zwei Bildungsveranstaltungen bot der Jugendring Enzkreis e.V. seinen Mitgliedern und allen Interessierten Anfang Juli an.

Jugendliche Lebenswelten

Am ersten Abend drehte sich alles um „die Jugend von heute“. „Welche Musik hören die 14- bis 17jährigen?“, „Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor?“, „Was sind ihre Werte?“ Abgefragt wurden diese Themen in der qualitativen Sinus-Jugendstudie, die zuletzt 2016 erschien und die Jugendlichen in sieben unterschiedliche Lebenswelten einordnet. Sascha Ehringer, Beisitzer beim Jugendring Enzkreis e.V., fasste die Ergebnisse der über 500 Seiten fassenden Studie kurzweilig zusammen und hob dabei neben zahlreichen Unterschieden auch Gemeinsamkeiten hervor: „Zu beobachten ist die hohe Gewichtung von Familie und Eltern in nahezu allen Lebenswelten“, so Ehringer. „Die Rebellion gegen das Elternhaus wie wir es von früher kennen, gibt es so nicht mehr. Viele Jugendliche träumen von einer eigenen Familie.“ Für die Anwesenden, die beruflich oder im Verein mit Jugendlichen zu tun haben, stellte sich die Frage, ob und wie man die Jugendlichen aus den verschiedenen Lebenswelten erreichen kann. Am Ende ist man sich einig: Man kriegt sie nicht alle, aber wichtige Aufgabe der Jugendarbeit ist es, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen, um Jugendliche einander näher zu bringen und am Ende bestenfalls festzustellen „So schlimm sind die anderen ja gar nicht“.

Im Notfall richtig reagieren

Am zweiten Abend kooperierte der Jugendring mit dem DRK Nussbaum und veranstaltete einen Vortrag zum Thema „Erste Hilfe am Kind“. Jugendleiter, die Freizeiten und Zeltlager begleiten, konnten hier ihre Kenntnisse in Notfallversorgung auffrischen und erfuhren, wie sie im Falle eines Unfalls, einer Verletzung, bei Vergiftungen oder Sonnenstich richtig reagieren. „Wichtig ist auch die Absicherung im Vorfeld“, so Lothar Vollmar vom DRK Nussbaum. „Das heißt, vor Reisebeginn bereits Krankheiten, Allergien, einzunehmende Medikamente u.ä. bei den Eltern abfragen sowie Impfausweis und Krankenkassenkarte mitnehmen.“ Ob Verletzungen durch herumsausende Frisbeescheiben, Stürze von Bäumen und Mauern oder Vergiftungen durch Reinigungsmittel … „Auf Freizeiten mit Kindern und Jugendlichen gibt es nichts, was es nicht gibt“, so Vollmar „und bevor der Jugendleiter am Ende ein verletztes Kind nachhause bringt, zur Sicherheit immer von einem Arzt draufschauen lassen“.

Der Jugendring Enzkreis e.V. wünscht allen Kindern und Jugendlichen im Enzkreis spannende und unfallfreie Ferien!

Erste Hilfe am Kind

Wie Jugendgruppenleiter im Notfall richtig reagieren

Zeltlager, Jugendfreizeit, Ferien ohne Koffer … das Angebot in den Sommerferien ist groß. Viele Ehrenamtliche aus den Vereinen und Jugendgruppen im Enzkreis stehen bereit, um den Kindern und Jugendlichen ein ansprechendes Ferienprogramm zu ermöglichen. Immer wieder kommt es dabei zu kleineren Unfällen und Verletzungen.
Hier ein blutiges Knie, dort ein Zeckenbiss, eine allergische Reaktion, eine Verbrennung oder ein Schnitt mit dem Schnitzmesser. Damit die Jugendgruppenleiter in diesen Situationen kompetent und sicher reagieren können, bietet der Jugendring Enzkreis e.V. in Zusammenarbeit mit dem DRK Nussbaum einen Abend zum Thema „Erste Hilfe am Kind“ an – speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Kinder- und Jugendgruppen. Neben der theoretischen Wissensvermittlung werden die Teilnehmer auch selbst ganz praktische Dinge ausprobieren, wie zum Beispiel das Anlegen eines Verbandes.

Die ca. 2-stündige Veranstaltung findet statt am 10. Juli 2017 um 19.30h in der Bergstraße 15/1 (Eingang Rathausstraße, da Eckhaus) in 75245 Neulingen-Nußbaum und ist für alle Teilnehmer kostenlos. Um Anmeldung (per mail oder telefonisch) bis zum 05.07.2017 wird gebeten (speer@jr-enzkreis.de, Tel. 07231/33799).

Gerne können Interessierte ihre Fragen bereits im Voraus stellen, sodass an dem Abend speziell drauf eingegangen werden kann.

Wie ticken Jugendliche heute?

Was Jugendliche beschäftigt und wie sie leben

Erwachsenwerden in Deutschland kann ganz schön unterschiedlich sein. Ein eindrucksvolles Bild davon zeichnen die seit 2008 erstellten SINUS-Jugendstudien. Hier wird deutlich: Die Jugendlichen gibt es nicht! Die aktuelle Studie aus dem Jahr 2016 unterscheidet zwischen 7 Lebenswelten, in denen 14- bis 17-Jährige in Deutschland leben. So wird die Vielfalt jugendlicher Lebenswelten besonders anschaulich. Es entsteht ein alltagsnahes, breites und buntes Bild von der ungeheuren Vielfalt der Lebenslagen der jungen Generation in Deutschland, das deutlich macht, wie unterschiedlich die Einschätzung der persönlichen und gesellschaftlichen Situation ausfällt.

Jugendliche im Enzkreis

Da die verschiedenen Facetten an Jugendlichen auch überall in den Vereinen und Jugendgruppen im Enzkreis auftauchen, stellt Sascha Ehringer vom Jugendring Enzkreis e.V. in einer ca. 90minütigen Präsentation die Ergebnisse der aktuellen SINUS-Studie vor. Die Teilnehmer werden Jugendzimmer betrachten, Musik der Jugendlichen hören und Zeitschriften lesen, kurz: tief in die Lebenswelten der Jugendlichen eintauchen. Denn nur wer Jugendliche versteht, kann sie dazu motivieren sich im Verein zu engagieren.

Die Veranstaltung findet statt am 06. Juli 2017 um 19.30h im Tagungsraum der Geschäftsstelle (Hohenzollernstr. 34, 75177 Pforzheim) und ist für alle Teilnehmer kostenlos. Um Anmeldung (per mail oder telefonisch) bis zum 04.07.2017 wird gebeten (speer@jr-enzkreis.de, Tel. 07231/33799).

Aufruf des Deutschen Bundesjugendrings

Mit seiner Aktion „Paragraf 48b im SGB VIII verhindern!“ bezieht sich der Deutsche Bundesjugendring auf den neuen Gesetzesentwurf für das SGB VIII des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Laut dem neu hinzugefügten Paragrafen 48b unterliegen dann alle Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Meldepflicht, wie sie bisher nur für Kitas und stationäre Einrichtungen gilt. Der Deutsche Bundesjugendring geht von mehr als 20.000 direkt betroffenen Einrichtungen aus.

Was eine Einrichtung der offenen Jugendarbeit ist, wird vom Gesetzgeber nicht definiert. Dies kann ein kleiner Jugendtreff ebenso sein, wie beispielsweise der Raum einer Kirchengemeinde, der einmal pro Woche als offener Treffpunkt für Jugendliche dient. Auch wer das sogenannte „Schutzkonzept“ mit dem Jugendamt abschließen muss, ist vom Gesetzgeber nicht klar geregelt.

Da droht viel Bürokratie und das dient nicht dem Schutz der Kinder und Jugendlichen, sondern hemmt die Arbeit und die Bereitschaft sich zu engagieren.

Da die Nichteinhaltung der Meldepflicht nach §104 bußgeldbewehrt ist, entsteht das Risiko, dass viele Ehrenamtliche in der Jugendarbeit in Unkenntnis der Regelung Bußgelder drohen.

Petition „Stoppt §48b des SGB VIII“

Die ejo – Evangelische Jugend Oldenburg hat eine Petition gegen die geplante Regelung gestartet, zudem wurden Bundestagsabgeordnete und Verantwortliche in der Politik angeschrieben und informiert.

Der Jugendring Enzkreis e.V. schließt sich den Argumenten des Deutschen Bundesjugendrings sowie des Landesjugendrings Baden-Württemberg an und ist gegen die Aufnahme des neuen Paragrafen 48b in das SGB VIII (Achtes Buch des Sozialgesetzbuches).

Weitere Informationen sowie alle Änderungen für das SGB VIII gibt es beim Deutschen Bundesjugendring.

Mitglieder werben für den Verein

Kinder und Jugendliche ansprechen, motivieren & bei der Stange halten

Viele Vereine kämpfen auch im Enzkreis mit schwindenden Mitgliederzahlen. Die ehrenamtlich Engagierten in den Vorstandschaften überaltern, der Nachwuchs fehlt oder verlässt den Verein spätestens mit Beginn der Ausbildung bzw. des Studiums.

Gibt es Wege, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken? Welche Möglichkeiten haben Vereine, neue Mitglieder anzusprechen? Wie nimmt man die vorhandenen Mitglieder mit ins Boot und wo findet man Nachwuchs? In einer ca. 90minütigen Präsentation zeigt Stefan Schmidt vom Jugendring Enzkreis Wege auf und stellt mögliche Konzepte vor.

Der Fachvortrag findet am Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Tagungsraum der Geschäftsstelle statt (Hohenzollernstr. 34, 75177 Pforzheim) und ist für alle Teilnehmer kostenlos. Um Anmeldung (per mail oder telefonisch) bis zum 16.05. wird gebeten (speer@jr-enzkreis.de, Tel. 07231/33799).

YODAS – 10 Tage Europa in Beuren

Das „International Youthcamp“ (IYC) besteht seit 1987 und findet seitdem in jährlich wechselndem Turnus in verschiedenen Ländern der EU, zwischen Ost- und Westeuropa, statt.
In diesem Jahr präsentiert der Jugendring nun ein neues Format – 10 Tage Workcamp in Beuren – das Ganze unter dem Projektnamen YODAS (YOuth Developing Autonomous Sustainability).

Neugierig geworden? Interesse geweckt?
Nähere Infos gibt es hier!

Wir freuen uns auf zahlreiche europäische Teilnehmer!

Am 1. Mai: Europax Festival im Pro Zwo

Zum ersten Mai wird es im und um das neue Jugendhaus in diesem Jahr ein Festival für Europa geben.

Ein abwechslungsreiches Tagesprogramm ab 11.00 Uhr.

Tagsüber veranstalten zahlreiche Kooperationspartner ein abwechslungsreiches Angebot für Jung und Alt, mit dem der europäische Gedanke gefeiert werden soll. Das evangelische Jugendwerk Bezirk Mühlacker bietet gemeinsam mit dem Jugendring Enzkreis e.V. eine Aktion mit Werte-Würfeln an, die Basketball Spielgemeinschaft Vaihingen/Enz-Sachsenheim zeigt die Plakat-Ausstellung „Gib Rassismus einen Korb“, bei FriedEnzZeit Mühlacker kann man Zapfen werfen, Europaflaggen malen und Szenen spielen. Die THW-Jugend stellt ihr Fahrzeug vor und die Jungen Europäer – JEF Pforzheim/Enzkreis bieten den Besuchern ein Europa-Quiz an. Der Verein Tanzlust e.V. zeigt traditionelle europäische Mitmach-Tänze und der Verein Sender City e.V. beteiligt sich mit einer Graffiti-Aktion zum Thema. Für Kinder bietet der Freundeskreis Pro Zwo Mühlacker e.V. Spaß und Action mit Spielstraße u.v.m.

Europäisch essen und trinken

Für das leibliche Wohl ist an diesem Tag natürlich auch bestens gesorgt. Das Jugendhaus ist mit seinem Sortiment im gut gefüllten Getränkelager auf zahlreiche Besucher eingestellt und wer vom Wandern hungrig geworden ist, darf sich auf deutsch-kroatische Spezialitäten freuen: Ćevapčići, Steak, Rote u. weiße Wurst und Grillkäse für die Vegetarier. Die Mädchen des Pro Zwo Treffs „Unicorn Squad“ bieten die dazu passende Salatbar an. Und damit es auch etwas Süßes gibt, sorgen die Ehrenamtlichen des Jugendtreffs Enzberg für Kaffee und Kuchen.

Musikfestival am Abend

Auch der Abend im Pro Zwo stellt mit Konzerten von fünf Bands ein besonderes Highlight dar. Und auch hier wird durch drei Bands aus europäischen Nachbarländern einem gemeinsamen Europa wieder Tribut gezollt: Die weiteste Anreise hat die Band Mojave Desert Rebels aus Kopenhagen/Dänemark. Sie spielen Modern Rock mit Soulinspirierten Melodien. The Dark Passengers aus der Mühlacker Partnerstadt Bassano/Italien sind vielen bereits vom Straßenfest 2016 ein Begriff. Sie geben eine gelungene Mischung aus Punk und Ska zum Besten. Die Band Killjoy aus der Schweiz hat 2016 das Band-it Nachwuchsfestival des Kantons Zürich gewonnen und wird extra für diesen Abend nach Mühlacker kommen. Sie unterhalten mit Punk, der auf Blues und Rock’n’Roll trifft. Eröffnet wird der Abend von den hiesigen Bands Prana und Lepers of Eden. Lepers of Eden sind eine junge Band aus Illingen. Mit ihrem Mix aus eigenen Songs und Coverversionen werden sie das Publikum begeistern. Ihr Spektrum reicht von Old School Rock bis Metalcore. Die Mitglieder der Band Prana stammen auch aus Mühlacker und Umgebung und sind vielen von einem legendären Konzert 2014 im Badischen Bahnhof noch ein Begriff, wo sie bereits zusammen mit den Mojave Desert Rebels auftraten. Die selbst komponierten Songs von „Prana“ sind musikalisch zwischen Screamo und Post-Hardcore einzuordnen. Alles in allem dürfen sich die Gäste auf einen Abend der Extraklasse freuen. Der Eintritt ist frei.

Unterstützt wird das Festival des Weiteren von der Stadt Mühlacker, der Jugendstiftung Baden-Württemberg, dem Popbüro Region Stuttgart, dem Partnerschafts-Komitee Mühlacker e.V., den Stadtwerken Mühlacker, dem Jugendfonds Enzkreis, dem Landratsamt Enzkreis und von der Sparkasse Pforzheim Calw.

Kinderschutz – geht uns alle an!

Jugendgruppenleiter aus den verschiedensten Verbänden drängten sich vergangene Woche beim Workshop „Prävention vor sexualisierter Gewalt“ im Tagungsraum des Jugendrings.  Auch wenn Rettungsschwimmer, Handballer, Kinderchorleiter und Vertreter der Adventjugend inhaltlich sehr unterschiedlich arbeiten, eint sie an diesem Abend doch eine Aussage: Sexualisierte Gewalt hat in den Jugendverbänden des Enzkreis keinen Platz!

Souverän präsentiert Julia Ziegler, Referentin des Jugendrings, was sich hinter dem Begriff „sexualisierte Gewalt“ verbirgt, wo die Prävention beginnt und wie man im Verdachtsfall kompetent reagiert. So sollen Vereine und Jugendgruppen Kindern und Jugendlichen einen Schutzraum bieten und auch nach außen hin ganz klar zeigen, dass sie dem Vertrauen, das in sie gesetzt wird, gerecht werden.  Dafür ist es wichtig, ein Präventionskonzept zu haben und dieses auch im Verein zu leben.

So erfahren die Teilnehmer, wie ein solches Konzept aussehen kann, welche Materialien es dazu bereits gibt und wie sie dieses in speziellen Situationen, zum Beispiel im Übungsbetrieb, praktisch anwenden können.

Viele Fragen der Gruppenleiter drehten sich auch um den §72a des Bundeskinderschutzgesetzes und dessen Umsetzung im Enzkreis. Laut Bundeskinderschutzgesetz sind Vereine mit Angeboten für Kinder und Jugendliche dazu verpflichtet, eine Vereinbarung mit dem zuständigen Jugendamt abzuschließen. Dazu müssen Jugendgruppenleiter und Personen, die eng mit Kinder und Jugendlichen zusammenarbeiten, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, um auszuschließen, dass diese mit einer entsprechenden Eintragung im Bereich „sexualisierte Gewalt“ weiterhin in der Jugendarbeit tätig sind. „Die Bürokratie rund um §72a ist für die Vereine ein großer Aufwand, der sie in ihrer ehrenamtlichen Aufgabe zusätzlich belastet und höchst umstritten ist. Es ist aber wichtig sich klarzumachen, dass die Einsichtnahme in die erweiterten Führungszeugnisse nur ein Teil eines Präventionsprogrammes sein kann und dass es letztendlich um das große Ganze, den Schutz der Kinder, geht“, so Larissa Speer, Bildungsreferentin beim Jugendring.

Auch wenn sich bereits viele Vereine im Enzkreis auf den Weg zu einem Präventionskonzept gemacht haben, gibt es nach wie vor zahlreiche Gruppierungen, die noch in den Anfängen stecken. Für diese veranstaltet der Jugendring Enzkreis e.V. auch weiterhin Informationsabende zum Thema – zum Schutz der Kinder und Jugendlichen im Enzkreis.